Slide

In der Praxis zeigt sich, dass Führungskräfte bei Regelverstößen im Arbeitsschutz oft unter Druck geraten. Wird nach Lösungen gefragt, wird schnell die Abmahnung als einzige Handlungsoption genannt. Doch Abmahnungen sind weder der Beginn von Führung noch eine nachhaltige Lösung. Wirksame Führung im Arbeitsschutz beginnt deutlich früher: mit klaren Erwartungen, eindeutiger Kommunikation, konsequenter Umsetzung und einem strukturierten Umgang mit Fehlverhalten.
Sobald Führungskräfte weisungsbefugt sind, tragen sie Verantwortung für die Sicherheit und den Schutz ihrer Beschäftigten – unabhängig davon, ob ihnen fachliche und/oder disziplinarische Personalverantwortung übertragen wurde.
Konsequenz im Arbeitsschutz bedeutet nicht Bestrafung. Sie setzt früh an und zielt darauf ab, Fehlverhalten in eine positive Entwicklung zu führen. Regelverstöße dürfen nicht ignoriert werden, denn Wegschauen gefährdet Prävention und Sicherheit. Arbeitsschutz bedeutet Verantwortung – für sich selbst und für andere.
Der erste Schritt ist stets die Klärung, ob Unkenntnis oder bewusstes Fehlverhalten vorliegt. Klare Aufklärung über Gefährdungen, Schutzmaßnahmen und verbindliche Regeln sowie die Sicherstellung des Verständnisses sind dabei unverzichtbar. Bleibt eine Verhaltensänderung aus, braucht es eine strukturierte und dokumentierte Ansprache, gegebenenfalls unter Einbindung der disziplinarischen Führungskraft.
Wirksame Führung im Arbeitsschutz folgt klaren Eskalationsstufen – von Gesprächen über formelle Maßnahmen bis hin zur Kündigung als letztem Mittel. Entscheidend sind Nachvollziehbarkeit, Konsequenz und rechtliche Sicherheit. Klare Strukturen schaffen Orientierung und Handlungssicherheit für Führungskräfte und Klarheit für Beschäftigte.
Ich berate und begleite Unternehmen und Führungskräfte zu folgenden Themen – mit dem Ziel, Führungskräften fachliche, rechtliche und praktische Handlungssicherheit zu geben: